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Interkulturelle Kompetenzentwicklung
In diesem Modul lernen Sie, wie sie in einer globalisierten Welt effektiv mit Menschen aus verschiedenen Kulturen kommunizieren und zusammenarbeiten. Sie erkennen, wie Stereotype und Vorurteile die Kommunikation beeinflussen und wie sie Critical Incidents in der Praxis lösen. Tauchen Sie ein in die Theorien der interkulturellen Kommunikation und erfahren Sie, wie sie im Alltag, im Beruf und in der Forschung angewendet werden. Durch Praxisphasen und reflektierte Peerberatung und -aktivitäten werden sie interkulturell kompetent und bereit, in einer vielfältigen Welt zu agieren.
Inhalte
Kommen Sie zu unserem Auftaktworkshop am 16. und 17.10.2026 von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr!
Modulaufbau „Interkulturelle Kompetenzentwicklung“
I.) Theorie 1
1. Definition von „Kultur“/ Bestandteile der Kultur/ Kulturdimensionen, Kulturstandards und kulturelle Besonderheiten menschlichen Handelns
1.1. Der Begriff „Kultur“/ Kulturelle Identität und Reflexion eigenkultureller Prägung (u.a. anhand Eisberg-Konzept von Kultur)
1.2. Definition von Kommunikation/ Arten der Kommunikation/ Definition und Herausforderungen der Interkulturelle Kommunikation (u.a. Perspektivwechsel)
1.3. Kulturstandards (nach Alexander Thomas)
1.4. Kulturdimensionen und „Wertestern“ und Konzeptkritik
1.4.1. Geert Hofstede und Fons Trompenaars
1.4.2. Edward T. Hall
2. Stereotype, Vorurteile und Abjekte
2.1. Definition Stereotype
2.2. Definition, Funktionen und Stabilität von Vorurteilen
2.3. Definition Abjekte/ (negative) Affekte
3. Misslungene Kommunikation: Ursachen interkultureller Missverständnisse, IKK-Konfliktbereiche im Hochschulalltag, beruflicher Praxis und wissenschaftlicher Forschung
3.1. Definition von Critical Incidents
3.2. Eigenständige Erarbeitung von Critical Incidents
3.3. Diskussion
4. Struktur trifft Prozesse: Interkulturelle Kompetenz und Führung
4.1. Definition interkultureller Kompetenz
4.2. Dimensionen und Komponenten interkultureller Kompetenz
4.3. GLOBE-Studie und Führungskompetenz
II.) Theorie 2: Anwendung interkultureller Kommunikation:
Case study am Beispiel wie Indien/ China/ Ukraine
Muster-Gliederung: Kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vergleich (zu Deutschland)
1) Ausgewählte Critical Incidents
2) Merkmalsausprägung Kulturdimensionen (nach G. Hofstede)
3) The culture map (nach E. Meyer)
4) Kultur/ Kommunikations- und Führungsstil/ Zeitverständnis u.ä. mit jeweiligen Fallbeispielen und Diskussion
III.) PRAXIS :
Einsatz im Rahmen von Peerberatung und -aktivitäten 70 h (u.a. Buddy- und Sprachlotsenprogramm, EMSO, usw.) / studentischen Begegnungsorten (u.a. „student lounge“, „Coi“, „Vor-Ort-Haus“ und „Mitte Dessau“ u.ä.) zwecks Organisation von Länderabenden oder sonstiger kultureller Aktivitäten während des Semesters
IV.) Reflektion Referat und Auswertung
1. Check-In Übung
2. Vorstellung der studentischen Initiative, Studentischer Begegnungsort bzw. Organisation und des institutionellen Arbeitsauftrags; Reflexion, Präsentation und Bericht über wesentliche Tätigkeitsinhalte und Erfahrungen während des Engagements, Berücksichtigung Critical Incidents durch Seminarteilnehmende
3. Reflexion, Diskussion
Perspektive
Die Studierenden erweitern ihre fachspezifisch gebundene Perspektive (Theorien und Methoden) durch Einblicke in sowie Ausprobieren und Reflexion von Ansätzen, Vorgehensweisen und Wissensbeständen anderer Disziplinen. Die Studierenden sind in der Lage:
- erhalten Grundlagenwissen und praktische Anwendung im ehrenamtlichen Engagement im diversitätssensiblen Bereich
- Lernen Aspekte der Interkulturellen Kommunikation im angewandten Kontext kennen
- verstehen unterschiedliche Kommunikationsmuster, Wahrnehmungs-, Denk-, Urteils- und Zuschreibungssysteme im Kontext fremdkultureller Orientierungssysteme und wissen, wie interkulturelle Missverständnisse und Fehlwahrnehmungen entstehen, und wie sie ihnen entgegenwirken können
- reflektieren die Besonderheiten von Kommunikations- und Interaktionsformen in verschiedenen kulturellen Kontexten und lernen diese im beruflichen Kontext oder Ehrenamt anzuwenden
- Sie können sowohl einzeln als auch als Mitglied internationaler Gruppen arbeiten, Projekte effektiv organisieren und durchführen sowie in entsprechende Führungsverantwortung hineinwachsen
- Sie lassen sich auf gesellschaftliche Gruppen ein, die in dieser besonderen Zeit und auch sonst einer Unterstützung bedürfen sowie Vorurteile gegenüber anderen Menschen und gesellschaftlichen Gruppen abzubauen, also die Relevanz von Diversität zu erfahren
Voraussetzung
keine
Literatur
Erll, Astrid/ Gymnich, Marion: Interkulturelle Kompetenzen. Erfolgreich kommunizieren zwischen den Kulturen Roth,J uliana/ Köck, Christoph (Hrsg.): Interkulturelle Kompetenz. Handbuch für die Erwachsenenbildung Von Queis, Dietrich: Interkulturelle Kompetenz. Praxis-Ratgeber zum Umgang mit internationalen Studierenden Thomas, Alexander/ Kinast, Eva-Ulrike/ Schroll-Machl, Sylvia (Hrsg.): Handbuch interkultureller Kommunikation und Kooperation. Band 1. Grundlagen und Praxisfelder Weidemann, Arne/ Straub, Jürgen/ Nothnagel, Steffi (Hrsg.): Wie lehrt man interkulturelle Kompetenz? Theorien, Methoden und Praxis in der Hochschulausbildung Hiller, Gundula-Gwenn/Vogler-Lipp, Stefanie (Hrsg.): Schlüsselqualifikation Interkulturelle Kompetenz an Hochschulen: Grundlagen, Konzepte, Methoden (Key Competences for Higher Education and Employability) Helfrich, H. (2023). Cross-Cultural Psychology. Berlin Springer. Hofstede, Geert (2017) Lokales Denken, globales Handeln. 6., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Beck Leenen, W. R. (2019). Handbuch Methoden interkultureller Weiterbildung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht Kumbruck, C. and Derboven, W., (2016). Interkulturelles Training. Trainingsmanual zur Förderung interkultureller Kompetenzen in der Arbeit (3. Auflage). Springer Berlin Heidelberg. Thomas, A. (2022). Praxishandbuch interkulturelle Handlungskompetenz. Für Fach- und Führungskräfte mit globalen Herausforderungen. Berlin: Springer.
Medienformen
Beamer, Tafel , Flip-Chart Impulse, Engagement, Einzelberatung, Reflexion, Präsentation, Bericht
- Bildungsart
- Modul
- Abschluss
- Teilnahmebestätigung
- Creditpoints
- 5 ECTS
- Aufwand
- Präsenz: 100 h / Selbststudium: 50 h
- Durchführungsform
- Präsenz
- Unterrichtssprache
- Deutsch
- Fachsemester
- Ab 2. Fachsemester
- Dauer
- 1 Semester
WiSe 2026/2027
- Termine
-
16.10.2026–17.10.2026, 09:00 - 16:00 Uhr
- Standort/Raum
- Köthen / K003 – 017
- Dozenten
-
Tristan Dornberger
- Anmeldung bis
- 11.10.2026
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